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Was ist ein Bohrwerk?

Mar 15, 2022

Bohrwerk

Das Bohrwerk, auch Ausbohrmaschine genannt, ist eine konventionelle Werkzeugmaschine zur Bearbeitung kubischer Werkstücke mit engen Toleranzen und hochwertigen Oberflächen. Wie ist ein Bohrwerk aufgebaut? Aus welchen Baugruppen besteht es? Wie funktioniert es?

Funktionsweise des Bohrwerks

Bei der Bearbeitung kubischer Werkstücke wird das Werkstück auf den Arbeitstisch gespannt, während das Ausdrehwerkzeug rotiert. Das Werkzeug sitzt in der Werkzeugspindel der Maschine, die die für die Bearbeitung erforderliche Drehzahl erzeugt. Diese hängt von der Werkstoffart sowie vom axialen Vorschub am Werkstück ab. Kennzeichnend für das Bohrwerk ist, dass die darauf durchgeführten Bearbeitungsprozesse kostenintensiv sind. Deshalb ist es wichtig, das passende Ausdrehwerkzeug zu wählen, um die Bearbeitungszeit so weit wie möglich zu verkürzen und eine präzise, hochwertige Bearbeitung zu erzielen.

Was ist Ausbohren? Und was ist ein Bohrwerk? Das Ausbohren ist ein Zerspanungsverfahren, das an bestimmten Werkstücken durchgeführt wird, um höhere Genauigkeit und geringere Rauheit der Oberfläche zu erzielen; meist handelt es sich um Werkstücke mit zylindrischen oder konischen Bohrungen. Dieses Verfahren wird auch zur Herstellung von Innengewinden eingesetzt.

Daraus ergibt sich, dass die Maschine für Ausbohrarbeiten das Bohrwerk bzw. die Ausbohrmaschine ist. Es handelt sich um hochspezialisierte Maschinen, die sehr enge Toleranzen und eine präzise Bearbeitungsqualität einhalten müssen. Bohrwerke können zudem auch in sehr engen Bereichen arbeiten.

Wie wählt man ein Bohrwerk aus?

Bei der Auswahl eines Bohrwerks sind bestimmte Parameter zu berücksichtigen, etwa die Einschränkungen durch das Werkstück und dessen Konstruktion. Ebenso zu beachten sind Größe, Toleranz und die gewünschte Oberflächengüte. Wichtig ist außerdem, ob das Bohrwerk für die Werkstoffe des Werkstücks geeignet ist; dabei werden deren Härte, Zustand und Festigkeit geprüft sowie ob es sich um Guss handelt usw. Doch nicht nur das Werkstück muss analysiert werden, sondern auch die Bearbeitungen, die auf der Werkzeugmaschine durchgeführt werden sollen: Nuten, Schruppen, Schlichten, Innen- und Außenbearbeitung.

Es empfiehlt sich, die Merkmale jeder auszuführenden Ausbohroperation und die zugehörigen Parameter zu kennen, etwa Schnittgeschwindigkeit, Leistung oder die Antriebsart der Maschine. Außerdem ist zu klären, ob eine automatische Bearbeitung gewünscht ist, ob die Maschine Kühlschmierstoff benötigt und in welcher Menge, und natürlich, welche Merkmale das Ausdrehwerkzeug aufweist.

Bauarten

Neben den oben beschriebenen Kriterien hängt die Wahl eines Bohrwerks von der Art der Werkzeugmaschine ab, die Sie suchen. Einfache Ausbohrarbeiten lassen sich auf Drehmaschinen ausführen. Wenn Sie solche Arbeiten nur selten durchführen, reicht eine Drehmaschine daher möglicherweise aus. Andernfalls können Sie sich für eine der in der Industrie gängigen Bohrwerksbauarten entscheiden.

  • Lehrenbohrwerke. Lehrenbohrwerke sind dafür ausgelegt, Bohrungen in Vorrichtungen, Lehren, Matrizen und Werkstücken mit sehr hohen Genauigkeitsanforderungen zu positionieren und zu fertigen. Sie ähneln Vertikalfräsmaschinen.
  • Vertikalbohrwerk. Kennzeichnend für diese Werkzeugmaschine ist die Drehbewegung auf einem horizontalen Tisch.
  • Horizontalbohrwerk. Im Gegensatz zu den vertikalen arbeiten Horizontalbohrwerke stationär. Sie verfügen über eine horizontale Spindel, die an einem Ende gelagert ist, und eine weitere rotierende Spindel, die in entgegengesetzter Richtung arbeitet.

Baugruppen des Bohrwerks

Obwohl es, wie gesehen, verschiedene Bohrwerksbauarten gibt, verfügen diese Maschinen über gemeinsame Baugruppen, deren Anordnung je nach Art der eingesetzten Werkzeugmaschine variiert. Gemeinsame Baugruppen eines Bohrwerks sind Tisch, Gestell, Bett, Spindel, Spindelkopf und Schlitten.

Eine der wichtigsten Baugruppen ist das Bett. Es bildet die Basis der Maschine und muss robust und stabil sein, da es die Bewegungen und Schwingungen der Bearbeitung dämpfen muss. Das Bett steht auf dem Boden; mit ihm verbunden ist das Gestell, das den Spindelkopf der Werkzeugmaschine trägt, in dem die Spindel gelagert ist.

Außerdem ist die Maschine mit einem vertikalen Ständer ausgestattet, an dem der motorisch angetriebene Spindelkopf verfährt. Darüber hinaus verfügt das Bohrwerk über einen Werkstücktisch, eine drehbare Aufspannfläche, auf der die zu bearbeitenden Werkstücke positioniert werden. Mit dem Werkstücktisch verbunden ist der Längsschlitten. Er läuft auf Schienen auf dem Bett und ermöglicht das horizontale Verfahren des Werkstücks.

Das Bohrwerk verfügt außerdem über Spindelkopfführungen. Der Spindelkopf kann über die Schienen des Gestells und eine Gewindespindel vertikal verfahren werden. Schließlich umfasst die Maschine eine Hauptspindel sowie eine Spindel für die Übertragung der Tischvorschübe.